35mm,  André,  Miranda,  Review,  Spiegelreflex

Miranda Fv – Einfach kann so schön sein!

Nach vielen Rezensionsanläufen mit unterschiedlichen Miranda-Fotoapparaten habe ich mich endlich dazu durchgerungen, die erste Miranda hier mit an Bord zu nehmen. Es ist die Miranda Fv. – ein ehe einfachere Spiegelreflexkamera.

Ja, ich oute mich als absoluter Miranda-Fan. Zum Teil ist es die Geschichte der Marke, zum Teil sind es die Apparate selbst, sowie die Objektiviere die mich immer wieder aufs Neue faszinieren, obwohl Freud und Leid bei Miranda oft dicht beieinanderliegen.

 

 

Miranda ist für mich sehr komplex und etwas besonderes, auch wenn der Hersteller in der großen Fotowelt kein Platzhirsch war.

Ein tolles Beispiel, ohne sehr weit in die Tiefe zu gehen, ist die Miranda Fv. Eine einfache aber wunderschöne Spiegelreflexkamera die je nach Zubehör unterschiedlich ausgestattet sein kann und doch in Ihrer Grundbauweise ein paar interessante Details verbirgt.

Die Miranda Fv war Teil einer Serie von Miranda-Kameras, die zwischen 1963 und 1969 in Japan produziert wurden. Sie begann mit der Miranda F und wurde später so verändert, dass sie zur Fv wurde. Sie liegt bequem in der Hand und ist zudem unglaublich hübsch anzusehen. Der Sucher ist, wie auch bei vielen anderen Miranda-Modellen, variabel. In meinem Fall ist ein klassischer Lichtschachtsucher eingeschoben. Mithilfe eines kleinen Pins auf der Oberseite kann ein Wechsel zu einem anderen Sucher erfolgen.

 

 

Bei meiner ersten Fotosafari in Spanien empfand ich den verbauten Lichtschachtsucher zunächst nicht als bequem. Sobald man sich jedoch daran gewöhnt hat, macht das Kompositionieren sehr viel Spaß.

Die Miranda Fv verfügt über zwei Auslöser: einen auf der Oberseite, wo die Drucktaste fehlt, aber beispielsweise eine Drahtauslösung oder der reguläre Knopf eingesetzt werden kann, sowie einen weiteren Auslöser im vollen Umfang auf der Frontpartie.

Die Miranda Fv ist in meinem Fall vollmechanisch und bietet keine elektrische Unterstützung. Neben einem 45-mm-Schraubgewinde am Objektivaufsatz gibt es auch das Miranda-4-Klauen-System als Bajonett. Die Belichtungszeiten beginnen bei Bulb und enden bei 1/1000.
Ein besonders schönes und filigranes Designmerkmal ist das Auge des Zählwerks. Wenn der Film gespannt ist, wechselt die Farbe des Markers zu Rot und signalisiert damit, dass die Kamera bereit ist.

 

 

Die Verarbeitung im Außenbereich ist extrem hochwertig. Betrachtet man jedoch die innere Mechanik, stößt man leider auch auf die Achillesferse des Herstellers. Hier ist nicht alles für die Ewigkeit gebaut. Ab und zu gibt es kleine Aussetzer, die dem Nutzer ein Fragezeichen hinterlassen. Dennoch würde ich die Miranda Fv aus heutiger Sicht als wertig bezeichnen, da ich die Aussetzer, die vielleicht durch das Alter bedingt sind, nicht richtig werten kann, sie aber von anderen Miranda-Spiegelreflexsystemen kenne.

 

 

Fazit: Die Miranda Fv hat mich sehr lange und durch einige Länder begleitet. Wie ihre jüngeren Mitstreiter von Miranda besticht die Kamera durch ihre herausragende Optik und ihre zum Teil modulare Bauweise, die je nach Nutzung verändert werden kann. Eine voll funktionstüchtige Miranda zu bekommen, erfordert ein gutes Auge und ein wenig Glück. Die Fotos gefallen mir, auch wenn nicht alle 36 Fotos ordnungsgemäß belichtet wurden. Leid und Freud heben sich am Ende des Tages wieder auf, und die Fv hat auf jeden Fall einen Ehrenplatz bei mir erhalten. 

 

 

 

 

 

 

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