Minolta X-370s – Ist das schon digital oder wie?
Sehet und staunet!!! 😉 Welch gewaltige Schärfe hat die Minolta X-370s denn da bitte rausgehauen?! Selbst die „einfachen/günstigsten“ Abzüge (oder besser gesagt Drucke) von dm lassen einem die Farbe aus dem Gesicht fallen 😉
Da muss sich Loretta bei der Vergabe der Prozentpunkte aber ordentlich zügeln…! Das ist quasi wie beim Eiskunstlauf: Man kann dem fünften Pärchen ja nicht volle Punktzahl geben, wenn noch 20 weitere Anwärter in den Startlöchern stehen! 😉 Auch wenn die Minolta X-370s Leistung zeigt!
Andre vergleicht Kameras schon mal ganz gerne mit Autos – so hole ich ladylike jetzt die Tanzkeule raus 😉 Wenn man in der Jury sitzt und bestimmte Namen auf der Teilnehmerliste sieht, kennt man ja ein bestimmtes Niveau, das einen erwartet. Und man ist (theoretisch natürlich NICHT 😉 ) für gewöhnlich etwas voreingenommen. Die Minolta X-370s lässt mich einfach schon durch meine Erfahrungen eine bestimmte Qualität erahnen/erhoffen. Und bestätigt wurde mir das Ganze dann auch zu 120% 🙂 Aber: Bevor eine Canon oder Nikon Spiegelreflex sich noch nicht dagegen beweisen durften (oder sogar eine Revueflex?!) kann doch keine Höchstpunktzahl vergeben werden! Außerdem wäre dann ja auch hier der Blog beendet, da Lorettas Mission erfüllt wurde! Wer will das denn bitte?!? 😉
Meine Minolta X-370s ist in einem bemerkenswert guten Zustand. Auf dem Boden des Bodys befindet sich sogar noch eine Schutzfolie.
Vollautomatisch ist diese analoge Spiegelreflex nicht. Um die Blende müsst Ihr Euch selber kümmern. Aber Ihr könnt diesem Fotoapparat mit guten Gewissen die Belichtungszeit überlassen. Es sei denn, Ihr möchtet künstlerisch aktiv werden und über-, unterbelichten oder mit Bewegungsunschärfen spielen. Dann könnt Ihr an dem Auslöser an dem kleinen, sehr unscheinbaren Rädchen die Zeiten selber festlegen. Ich habe mich ausnahmsweise mal auf die faule Haut gelegt und mich allein auf die Blende/Tiefenschärfe und die Fokussierung konzentriert.
Bis auf die Ausnahmen hier beim Bodennebel abends bei uns auf dem Dorf. Da habe ich der Kamera 1/30stel bei komplett geöffneter Blende vorgegeben. Die Minolta hat zwar wegen Unterbelichtung gemeckert – aber was soll ich machen ohne Stativ? Das ist die Zeit, die ich wackelfrei noch halten kann! Im Übrigen ist hier die Welt noch in Ordnung! Da wird aufeinander aufgepasst! 😉 Wenn ein Auto irgendwo im Feldweg steht, wo es normal nichts zu suchen hat, geht direkt die Buschtrommel! 😉 So hatte ich recht zügig eine Dame hinter mir stehen, die mich gefragt hat, ob alles in Ordnung sei. Bei dem Blick auf die Kamera war sie beruhigt… Verdammt… Dabei hatte ich mir schon ein Schaf für den Kofferraum meines VW Beetle ausgesucht 😉 😉
Zum direkten Vergleich der Kameras nach Anwendung und Bedürfnis kann ich mich hier direkt auf die Ihagee Exa 1c aus der letzten Review beziehen. Es nervt manchmal ungemein, drei analoge, eine digitale Kamera und das Smartphone dabei zu haben. Alles davon hat seine Daseinsberechtigung und doch ist man bei der Masse teilweise überfordert und verflucht die mangelnde Konzentration auf EINE Sache. Aber wie in meinem gesamten Leben: Ich kann von allem etwas aber nichts richtig! 😉 Somit kommt es uns doch zu Gute, dass wir manche Kameras im direkten Vergleich bei identischen Situationen vergleichen können 🙂
Die Schärfe des Rokkor 1:1,7 50 mm ist um einiges besser als das der Exa. Auch kann ich näher an die Motive heran. Die Detailgenauigkeit ist beeindruckend: Ich kann die Spinnwebenfäden am Farn erkennen!!! Wie gesagt: Sehet und (…)
Da die Minolta X-370s keine DX-Codes lesen kann müsst Ihr daran denken, die ISO vor dem ersten Schuss einzustellen! Sonst weiß der Mini-Computer ja gar nicht, welche Rechengrundlage vorhanden ist. Dies stellt Ihr neben dem „ON-Schalter“ am Rückspulhebel ein. Den kleinen Pinökel herunterdrücken → dann lässt sich der Außenring drehen. Ob Ihr den Film auch richtig eingefädelt habt, verrät das unscheinbare, kleine Fenster oberhalb des Bildzählers. Der kleine rote Balken wird bei jedem Aufziehen etwas länger. Probiert man die Kamera ohne Film, bleibt er Schwarz.
Auch einen Selftimer haben wir neben dem Objektiv! Den rechteckigen Hebel nach oben ziehen und auslösen. Jedoch Vorsicht! Jener welcher bleibt nach der Belichtung an Ort und Stelle!! Ihr müsst ihn also aktiv wieder in die Grundstellung zurücklegen!
Im übrigen ist die Belichtungsskala im Sucher selber NICHT beleuchtet! Auch die Zahlen am Einstellrad sind dunkel. Somit wird die Arbeit im Dämmerlicht/Dunkeln erschwert, da man keinerlei Ahnung hat, womit man gerade fotografiert. Ich habe bei den Scha(r)faufnahmen sogar mein Smartphone mit seiner Taschenlampe gezückt, um etwas einstellen zu können…
Man findet aber auch bei jeder Kamera ein Haar in der Suppe 😉
Hin- und Hergerissen bin ich nun, was den Wiederverkauf der Minolta X-370s angeht… Behalten oder abstoßen? Die Ergebnisse sind fantastisch! Aber wann wieder mit ihr fotografieren? Wie oben beschrieben, sind die Taschen bei Ausflügen eh schon voll… Es wird einen großen Trennungsschmerz geben .- aber ich gönne sie von Herzen jemandem, der sich mehr mit ihr beschäftigen kann! 🙂
P.S.: Erachtet weiterhin, dass wir selber mit einem Flachbettscanner digitalisieren! Die Ergebnisse werden bei Profis noch mal besser sein!
Die nackten Fakten!
Hersteller Minolta, Baujahr ab 1995, verwendetes Objektiv Rokkor 1:1,7 50 mm, zwei LR44-Batterien, Film: Kodak Gold 200



